tagebuch

Tag 59

Lawrence Ferlinghetti – “Poetry is the shadow cast by our streetlight imaginations.”   Der sonnengelb-elektrische, lautlos wippende, die Stadtstädte Berlin verbindende vielrädrige Lichtbogen, für 6… Weiterlesen »Tag 59

Tag 58

Schatten-3D/Passage als Kreuzweg/Achse Moskau-Berlin/Entscheidung/ Platons Höhlengleichnis beschreibt als ersten Kreuzweg den der Suche nach Wahrheit; sie ist geradeaus nicht zu haben, das Licht der Erkenntnis… Weiterlesen »Tag 58

Tag 57

Spuren im Schnee/Geschichte treten/Stadtmuseum/   Kein außergewöhnliches Phänomen eigentlich, wenn es nicht so selten wäre. Erst die kurzen mit Schnee gefüllten Intervalle zeigen uns unsere… Weiterlesen »Tag 57

Tag 56

Für Carola, für Bert/ Du weißt, was ich brauche Du musst nicht in meine Augen sehn Du weißt: der allein ist unfähig Nicht in der… Weiterlesen »Tag 56

Tag 55

Sehnsucht ist nicht nur die Sucht des sich-nach-etwas-Sehnens, sie auch eine Sucht des Sehnens an sich. Das wird selten bemerkt, und spielt sich zumeist in… Weiterlesen »Tag 55

Tag 54

Flaneure in Hubschraubern (1) Städte sind Termitenbauten, voll von Abermillionen Widersprüchen und Geschichten. Je mehr sie nach außen still zu stehen scheinen, um so mehr… Weiterlesen »Tag 54

Tag 53

Zwischen REWE und BUDNI („Dein Drogeriemarkt seit 1912“, was ich nicht wusste) in der Schönhauser tanzt ein Mann. Bevor man ihn sieht, hört man ihn,… Weiterlesen »Tag 53

Tag 52

Wir waren in der METRO Ostbahnhof, wir dachten, alles, was so groß ist, wär auch billig. Wir hatten viel zu viel gekauft, die Kinder dummerweise… Weiterlesen »Tag 52

Tag 51

[Sterberaum, ein coronares Phänomen] Gregor Schneiders STERBERAUM ist das Theater der Stunde. Seine Bühne, konzipiert für den öffentlich sterbenden Menschen, ein Sakrileg von Beginn, hat… Weiterlesen »Tag 51

Tag 50 #3

jwd (ff)/ Wo wir wohnten. Silberbergerstraße, Volkswohl-, später Anna-Seghers-Straße, Lehmbruck-, Weißenfelser-, Memhardstraße, Hackescher Markt, Belforter Straße, Prenzlauer Allee, Greifswalder Straße, Kreißsaal, Krankenhäuser, Polizeireviere, Friedhofsbesuche nicht… Weiterlesen »Tag 50 #3

Tag 49

Berlin auf die Füße gesehen/   Wir sprachen davon, dass Berlin von oben wie ein Schachbrett von unten aussähe, eins dieser alten mit grauem oder… Weiterlesen »Tag 49

Tag 48.2

Schloss im Himmel (6) /   Berlin war immer groß nach den großen Katastrophen. Seit der industriellen Revolution zählen wir drei: Die Zäsuren der Weltkriege… Weiterlesen »Tag 48.2

Tag 47

Die Frau erzählt:   Während die Welt außerhalb Russlands das Verhältnis der Regierung zu Nawalnyi in mythisch überspannten Bögen zwischen der Farbe von Putins Badehose,… Weiterlesen »Tag 47

Tag 46

Reisebericht/ Gestern ging ich einen Freund besuchen. Ich wußte schon nicht mehr genau, ob es zu den verbotenen Dingen gehörte, eine nicht unbedingt notwendige, nicht… Weiterlesen »Tag 46

Tag 45

Schach/   Kenneth Goldsmith zitiert in CAPITAL Roland Barthes: „New York setzt sich der Intellektualität aus, und unsere Vertrautheit mit ihr kommt schnell.“ Barthes macht… Weiterlesen »Tag 45

Tag 44

Eine Notiz Benjamins im Passagenkonvolut, festgehalten im Entwurf zu einem „Hauptplan“ als „Nr. 4 Motive zur Passagenarbeit“, lautet: Promiskuität und Feindschaft der Klassen; ihre Kommunikation… Weiterlesen »Tag 44

Tag 43

Schloß im Himmel (5.2). Immer noch Geschichtsvermarktung/ Die von westlich der Elbe seit 1990 in Potsdam einwachsenden Eliten bauen sich ihre Stadt so zurecht-zurück, dass… Weiterlesen »Tag 43

Tag 42

Einmal hatte ich Berlin allein für mich. Es war der 11. April, die Nacht auf Ostersonntag letztes Jahr. Der erste Lockdown war zwei Wochen alt… Weiterlesen »Tag 42

Tag 41

Heute haben wir wie immer während der Übungen im Deutsch-für-Ausländer-Kurs Fragen beantwortet, und wie immer gab es die eine Frage: „Lebst du gerne in Berlin… Weiterlesen »Tag 41

Tag 40

Schloß im Himmel (5.1)/   „Aus Ideen werden Märkte. Die Mauer war ja auch eine Idee.“ Heiner Müllers Bemerkung aus einem Gespräch vom Sommer 1990… Weiterlesen »Tag 40

Tag 39

Ein Lied vom Gehen/   Wir werden die Zeit, in der es nicht selbstverständlich war, einen Ausflug zu machen, so schnell nicht vergessen. Kann sein,… Weiterlesen »Tag 39

Tag 38

Benjamins bekanntestes Bild neben dem vom Engel der Geschichte ist der vom „Griff des in diesem Zuge reisenden Menschengeschlechts nach der Notbremse“. Der Zug, von… Weiterlesen »Tag 38

Tag 37

Benjamins Schildkröte erscheint im Passagenwerk als Mobile einer Bewegung, die Traum und Erzählung in einem ist. Wir können die Bewegung Flanage, die Geste des Flanierens… Weiterlesen »Tag 37

Tag 36

Berliner Phänomene: Kommunikation/ Wenn wir über Kommunikation als Alltagsphänomen sprechen, können wir aus utilitaristischer (nicht philosophischer) Sicht sagen, dass Berlin eine Stadt mit kaputter Kommunikation… Weiterlesen »Tag 36

Tag 35

In den Netzwerken ist alles weiß. Am Vormittag des 3.1. hat der ersehnte so seltene Berliner Schnee die Dächer und die Fensterbretter, das vorgestrige Silvesterfeuerwerk,… Weiterlesen »Tag 35

Tag 34

Am Morgen schneite es und auch tagsüber fiel oft Schnee. Später trat etwas Tauwetter ein. Ich verstehe, daß Asja Schnee in Berlin vermißte und unter… Weiterlesen »Tag 34

Tag 33

Am 19.3.1979  begegnet Roland Barthes einem alten Freund: – Sie werden gar nicht älter. – Sie auch nicht. – Weil wir immer noch denselben Blick… Weiterlesen »Tag 33

Tag 32

„Das neue Jahr ist so beschissen wie das alte, der einzige Unterschied ist, daß das alte Jahr schlecht war und das neue schlechter sein wird… Weiterlesen »Tag 32

Tag 31

Die Parzenpause *   (Nach R. Walser für M. Steinweg)   Schlangestehn, das ist normal Schlangestehn kann jeder mal … Träum nicht länger, du bist… Weiterlesen »Tag 31

Tag 30

Schloß im Himmel (5)/ Die Mauer zuhause. Installation für Heiner Müller (30.12.1995) Schaubild Schutzwall mit Nord-Süd-Grenzverlaufsansicht (Vogelperspektive)