Kata Unger

Der Tempel der Kommunardin


1996, Wolle auf Baumwolle
190 x 360 cm

portfolio

Der großformatige Bildteppich von Kata Unger wurde erstmals 1996 in der Berliner Galerie im Turm gezeigt, dem Ostberliner Ausstellungsort mit wechselvoller Geschichte in einem der Türme am Frankfurter Tor, unweit der Straße der Pariser Kommune. Er bezieht sich inhaltlich auf die Rolle der Kommunardinnen bei der Pariser Kommune 1871. Der Sturz der Vendôme-Säule und der resultierende Mythos, sowie die Entstehung der ersten feministischen Massenorganisation mit der »Union des femmes pour la défense de Paris et les soins aux blessés« bildeten den Hintergrund für die Recherchen zum Teppich. Das Paradoxon der Würdigung revolutionärer Frauen durch einen Tempel spiegelt sich rückblickend am Ort der Erstausstellung, in der zu Arbeiterpalästen stilisierten Wohnbebauung der nun historischen Karl-Marx-Allee in den 1950er Jahren, die selbst Ursprung und Schauplatz von Arbeiterunruhen wurden.

Kata Unger

 

geboren 1961 in Berlin/Ost, 2007 Mitbegründerin des Ausstellungsprojektes German Tatami, Ausstellungen (Auswahl): 2019 Galerie Artae, Leipzig „Demons dance alone“, Walden Kunstausstellungen, Berlin, Gap Junctions, Märzhase, Galerie für junge Kunst, Paderborn, 2018 E-Zone, Anna Klinkhammer Galerie, Düsseldorf, 2016 Instant Message, Showroom der Galerie Artae, Leipzig / How steep the stairs within Kings houses are, Galerie ARTAe, (mit Frank Diersch), Leipzig, 2015 Future Investment, Kulturpalast Wedding International, Berlin, 2014 „Schlangenbeschwören im Zwischendeck“, Susanne Ring + Kata Unger, Galerie Axel Obiger, Berlin, 2010 Lutz Driessen + Kata Unger, Dok25a, Düsseldorf, 2009 Bildteppiche/Malerei, Tucholskymuseum, Schloß Rheinsberg, (mit K.H.Behtke), Rheinsberg.
www.kata-unger.com