Zum Inhalt springen

Berlin Diary

Tag 30

Schloß im Himmel (5)/ Die Mauer zuhause. Installation für Heiner Müller (30.12.1995) Schaubild Schutzwall mit Nord-Süd-Grenzverlaufsansicht (Vogelperspektive)

Tag 29

Aufgrund der massenhaft steigenden Tendenz, dieses zurückliegende, in die Archive der Geschichte und des kollektiven Gedächtnisses eingehende Jahr zusammenzufassen, haben wir uns entschlossen, dasselbe zu… Weiterlesen »Tag 29

Tag 28

Die Tage wechselten einander ab. Einander so ähnlich wie die Tüten aus dem Supermarkt. Dovlatov, 1977, New York City Seltsam, wie jeder Tag der letzten… Weiterlesen »Tag 28

Tag 27

Zum Ersten  Heute war es extrem kalt. Der Wind fuhr unter die Kleidung und sogar unter die Haut und hätte wohl auch die Seele erreicht,… Weiterlesen »Tag 27

Tag 26

Schloß im Himmel (4)/ Seit meiner Geburt, besagt die Statistik des Deutschen Wetterdienstes, hätte es zehn verschneite Weihnachten in Berlin gegeben, zehn (10) Jahresenden unter… Weiterlesen »Tag 26

Tag 25

Die Regale sind leer. Die Krankenhäuser sind voll. Weihnachten kommt.

Tag 24

Bevor das alles losging, war es längst losgegangen. Im Sommer 2019, ein halbes Jahr bevor „Covid 19“ als globale Pandemie antrat, ging ein Blatt von… Weiterlesen »Tag 24

Tag 23

Fenster von Berlin (2)/ Zu Fenstern eine Geschichte, die ich zuerst von Heiner Müller gehört habe und Jahre später, mit einer Frage wiederholt, von Peter… Weiterlesen »Tag 23

Tag 22

Schloß im Himmel (3)/ Es kann kein Zufall sein, daß Kafka seine letzte große Erzählung vor dem Tod in Berlin geschrieben hat. „Der Bau“ erschien… Weiterlesen »Tag 22

Tag 21

           *** Die Stadt ist leer Der Wind weht Alles wackelt Nur die Statuen nicht © Irgendwann im Frühjahr 2006 fuhr ich mit dem Fahrrad… Weiterlesen »Tag 21

Tag 20

Ausnahmen des Ausnahmezustands (1)/ Unmittelbar nach der Ankündigung des Lockdowns in Berlin setzt, wie es aussieht, ein endloser Freitag ein. Schlangen ohne Ende winden sich… Weiterlesen »Tag 20

Tag 19

Schloß im Himmel (2)/ Die Mauer, wenn wir von der Berliner reden, und von welcher sonst? ist eine Muse, die Generationen von Journalisten, Künstlern, Dichtern… Weiterlesen »Tag 19

Tag 18

Schloß im Himmel (1) / Berlin verdankt sein Faszinosum noch immer seiner berühmtberüchtigten Verfremdungstechnik, die in einem Satz, einem Wort, benannt werden kann, das phänotypischer… Weiterlesen »Tag 18

Tag 17

Die Greifswalder hat sie durch inzwischen, über die Straße ist sie mit 12 Schritten in Mitte. Zuletzt gesehen wurde sie nur in Berichten, raumgreifende Erscheinung… Weiterlesen »Tag 17

Tag 16

Reminiszenz an zwei Prager / Vilém Flusser hat im Buch der Gesten, „Versuch einer Phänomenologie“ den Essay „Die Geste des Maskenwendens“ publiziert, der unter Coronabedingungen… Weiterlesen »Tag 16

Tag 15

„Er hatte in seiner Krankheit geträumt, daß die ganze Welt dazu verurteilt war, einer furchtbaren, nie dagewesenen Seuche, die aus den Tiefen Asiens nach Europa… Weiterlesen »Tag 15

Tag 14

Die Brache ist das eigentliche Zentrum Berlins. Genauer: Brachen bilden das eigentliche Zentrum Berlins. Brachen sind Hoffnung, Utopie. Brachen sind Leerstellen, Bruchstellen, Brüche selbst, durch… Weiterlesen »Tag 14

Tag 13

Ich wollte einen neuen Haarschnitt haben. Zwei Tage lang lernte ich deutsche Wörter und Sätze zu diesem Thema. Ich habe mich vorbereitet. Ich habe sogar… Weiterlesen »Tag 13

Tag 12

Poetik der Natur durchs Prisma einer Stadtlandschaft gesehen: Straßenbahnschienen, die unter den Fenstern gespannt sind. Dazwischen liegt eine Insel schmalen Lands; morgens, abends, manchmal auch… Weiterlesen »Tag 12

Tag 11

Daß geübtes sich Verirren in der Stadt eine Kunst ist, erwähnt Walter Benjamin irgendwo in seinen Kindheitstexten. „Sich in einer Stadt wie im Wald verirren… Weiterlesen »Tag 11

Tag 10

Benjamin zeichnet in den Notizen zum Passagen-Komplex Baudelaire als den Melancholiker, den sein Stern immer in die Ferne weist. Die Bilder der Ferne erscheinen in… Weiterlesen »Tag 10

Tag 9

Die Läden sind voll, der Abstand zwischen den Besuchern beträgt weniger als einen halben Meter, die Einkaufswagen und Körbe sind mit allen Dingen prallvoll. Schwarzer… Weiterlesen »Tag 9

Tag 7,5

Nicht weit vom Eingang zum Zentralfriedhof Friedrichsfelde befindet sich die Gedenkstätte der Sozialisten. Sie erinnert stark an die versteinerte Kommandozentrale eines Ufos und die überirdische… Weiterlesen »Tag 7,5

Tag 7

Heute haben wir auf dem Sozialistenfriedhof Friedrichsfelde gefroren. Mit uns fror Walter Benjamin, dessen zerfledderte curacao-blaue Reclam-Ausgabe, Leipzig 1984, ein paar Seiten im Wind lassen… Weiterlesen »Tag 7

Tag 6

Boris Pasternak war 1905 zum ersten Mal im Ausland, er war 15 Jahre alt. Berlin war seine erste Stadt in Europa: „Alles ist ungewöhnlich, alles… Weiterlesen »Tag 6

Tag 5

Städte sind Schlachtfelder, sagt Walter Benjamin bei der Lektüre von Brechts LESEBUCH FÜR STÄDTEBEWOHNER. Die Stadt ist umkämpft, man sie sich erobern. Hier leben, heißt… Weiterlesen »Tag 5

Tag 4

Der russische Schriftsteller und Historiker Nikolai Karamzin schrieb im späten 18. Jahrhundert in den „Briefen eines reisenden Russen“: „Die Moral der Einheimischen wird in gewisser… Weiterlesen »Tag 4

Tag 3

Walter Benjamin schrieb in seiner „Einbahnstraße“: „Wer liebt, der hängt nicht nur an „Fehlern“ der Geliebten, nicht nur an Ticks und Schwächen einer Frau, ihn… Weiterlesen »Tag 3

Tag 2

Die Stadt wird nicht nur durch so epochale Ereignisse wie Kriege, Wiederaufbau und Neubauten neu geschrieben. Sie ist anders im Winter und Sommer, Herbst und… Weiterlesen »Tag 2

Tag 1

„Wenn Sie einem jungen Menschen eine herzlose und bösartige Strafe auferlegen wollen, verpflichten Sie ihn, ein Jahr lang Tagebuch zu führen.“ Mark Twain, Die Unschuldigen… Weiterlesen »Tag 1